Montag, 31. März 2014

[Autorendingens] Ausschnitt 2: Es hört niemals auf ...

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass Band 3 nicht der letzte sein wird?
Der Hauptchara in Band 4 ist dieses komische Ding da ...


[...]

Ich musste mich damit zufrieden geben, David und seine Komplizin aus meinem Versteck heraus zu beobachten.
Völlig unerwartet krabbelte eine fremde Person zu mir unter den Tisch.
Das Mädchen lächelte mich freundlich an. »Andere Länder, andere Sitten, huh?«
Überrascht blinzelte ich ein paarmal.

Ich kannte das Mädchen nicht. Sie war ungefähr imeinem Alter, aber sie kam definitiv nicht von hier. Ihr teilweise ziemlich stark ausgeprägter Akzent ließ mich vermuten, dass sie Amerikanerin oder Engländerin war oder wo man noch englisch sprach.
War Stalken jetzt auch nicht mehr erlaubt?
»Äh, ja.« Ich nickte. »Obwohl das eigentlich keine Sitte ist. Ich stalke eigentlich jemanden aus persönlichen Gründen.«
Ehrlichkeit, dein Name ist Violet.
»Nice«, kicherte sie. »Auch wenn das Stalken ziemlich die Klamotten ruiniert.«
Seufzend strich sie sich über die staubige schwarze Strumpfhose.
Ich musterte sie ein wenig genauer: Sie hatte schwarze Haare, wobei ein Teil der Stirnfransen und ein paar andere Strähnen blau gefärbt waren. Ein silbernes Nasenpiercing hob sich scharf von ihrer blassen Haut ab. Komisch, plötzlich kam sie mir bekannt vor. Diese blauen Augen und die passenden Strähnen hatte ich schon einmal irgendwo gesehen. Ich entspannte mich ein wenig. Ihr freundliches Lächeln wirkte nicht aufgesetzt, sondern freundschaftlich.
»Ich bin übrigens Natalie«, sagte sie und streckte mir die Hand hin. »And you?«
»Sama- « Ich schüttelte den Kopf. »Du kannst mich Violet nennen. Du kommst nicht aus Österreich, oder?«, fragte ich.
»No. Ich bin Amerikanerin.« Natalie lächelte immer noch. »Aber meine Mom kommt aus Vienna.«
»Das ist aber nicht Wien«, klärte ich sie auf. »Das ist …« Was war noch mal der englische Name von Oberösterreich? Was hieß „ober“ noch mal auf Englisch? »Nicht einmal in der Nähe von Wien.«
Da ich Ablenkung von David brauchte, ließ ich mich auf ein Gespräch mit der weitgereisten Fremden ein.
»Egal«, meinte sie schulterzuckend. »Ich wollte nur nach Austria. Wen beobachtest du eigentlich?«, wollte sie wissen. »Ex-Lover?«
»Siehst du den Typen da?«
Ich deutete auf die Sexyness in Person, die sich gerade Kopfhörer in die Ohren steckte und die keifende Jennifer ignorierte.
»Huh! Er ist hot! Dein Freund? Ex?«
»Ich habe seine Gitarre angefasst und dabei ist eine Saite gerissen.« Ich stöhnte. »Die Gitarre ist so etwas wie Davids Heiligtum und ihm viel wichtiger als jede Person auf der Welt, vermute ich.« Ich redete eindeutig zu viel mit Natalie. Sie kannte ja nicht einmal unsere Vorgeschichte. »Na ja, ich glaube, er hasst mich jetzt.«
»Wart ihr einmal ein Paar?«, fragte mich Natalie.
Ich stieß ein komisches Geräusch aus – etwas wie ein Kichern, nur viel hysterischer. »Wie kommst du auf so etwas?«
»Du weißt viel über ihn«, meinte sie achselzuckend.
»Ist so etwas wie mein Job.«
Es überraschte mich nicht, dass sie mir die Sache nicht abkaufte.
Sie zog eine Augenbraue hoch. »Ich glaube, ich muss los.« Sie stöhnte laut. »Busy, you know? War nett, mit dir zu stalken.
Vielleicht sehen wir uns wieder einmal unter einem Tisch? See you.«
»Äh ja, tschüss.«
Komischer Tag mit noch komischeren Leuten!
[...]

Kommentare:

  1. Ahh, jetzt freue ich mich richtig dolle! Liebst, Emme ♥

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  2. Hehe, eine meiner Lieblingsszenen, ich muss jedes Mal dran denken, wenn ich einen McDonalds sehe^^
    Schade, dass das "Saltcastle" nicht mehr vorkommt :D
    Ach man, ich freue mich echt auf das Buch^^

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