Samstag, 3. Oktober 2015

[Rezension] Wir sind das folk


Titel: Wir sind das folk
Autoren:
Art Bechstein & Julia Grün
Verlag:
blanvalet
ISBN:
3442382378

Hier geht's zur Leseprobe!














Das wird jetzt eine kurze Rezension, aber das Buch ist auch nicht so wie die Bücher, die ich sonst rezensiere. In diesem Buch geht es um die (deutsche) Geschichte in Statusmeldungen, beginnend damit, dass Gott Facebook beitritt und es endet mit der Schließung des Accounts von Marcel Reich-Ranicki.

Am Anfang wird die Welt  von Gott erschaffen, was natürlich nicht so geschichtlich ist, aber es passt einfach besser ins Buch.
Das zweite Kapitel ist dann über die Germanen, wo sich auch Gott und Jesus reingeschlichen haben. Der beste Post ist der, wo Jesus seinem Vater Maria-Magdalena vorstellen will ;)
Es folgen die Franken und eine interessante Profilseite ber Karl den Großen mit Informationen über ihm, seinen Freunden etc. Wie eine Profilseite bei Facebook eben.
Um zu zeigen, was das Buch noch abdeckt: Ottonen, Salier, erster Kreuzzug, Staufer, Habsburger, Reformation, 30-jährige Krieg, Hohenzollern, deutsche Revolution, erste Weltkrieg, Weimarer Republik, dritte Reich, zweiter Weltkrieg, Nachrkriegszeit, DDR, 68er, Achtziger Jahre, Wiedervereinigung, Berliner Republik und natrlich die Gegenwart.
Und von den Personen mit Profilseite: Hildegard von Bingen, Barbarossa, der schwarze Tod, Martin Luther, Otto von Bismarck, Konrad Adenauer, Gerhard Schröder und Christian Wulff.

Wie manche ja wissen, werde ich Lehrerin und ich bin echt versucht das Buch mal im Unterricht einzusetzen. Die Statusmeldungen sind manchmal echt witzig und gut recherchiert. Die Autoren haben versucht Jahrtausende in kurze Statusmeldungen zu verpacken und ihnen ist das echt gut gelungen. Leider ist das Buch sehr auf die deutsche Geschichte fixiert, abersonst wäre das Buch zu lang geworden ;)





Vielen Dank an blanvalet für das Leseexemplar!

Kommentare:

  1. *lach* Manchmal ticken wir Lehrer-Anwärter wirklich alle gleich! Ich habe Ausschnitte aus dem Buch bereits im Unterricht verwendet. Habe Statusmeldungen zum zweiten Weltkrieg mit einer 12. Klasse besprochen. Das hat wirklich gut geklappt, weil man daran gut kontrovers diskutieren konnte - denn obwohl ich die Idee des Buches klasse finde, bezweifle ich doch, dass man solche fatalen Ereignisse wie die Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki derart "witzig" verpacken sollte. Es ergab sich jedenfalls ein sehr interessant Diskussion darüber, ob man Geschichte derart aufarbeiten könnte und sollte (zugegebenermaßen zwischen den drei stärksten Schülern der Klasse) und wie die Rezeption solcher Geschichtsaufarbeitungen geschehen kann. Es ist also auf jeden Fall eine gute Idee für den Unterricht und ich werde es auch wieder benutzen. :)

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  2. Hey :)

    Also, obwohl ich beruflich mit Lehrern so viel wie der Tag mit der Nacht zu tun habe, nämlich nichts, finde ich es einen interessanten Ansatz!

    Ich erinnere mich noch sehr gut, dass ich Geschichte in der Schule eigentlich als sehr trocken empfunden habe - mein Interese für Geschichte und Vergangenes kam hauptsächlich daher, dass ich angefangen habe, mich während der Schulzeit für Science Fiction zu interessieren ... Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - das wurde damit zu einem großen spannenden Ganzen :). Aber da hatte ich wohl Glück ^^.

    Jedenfalls danke für die Rezi, das Buch wandert ganz sicher auf meine WuLi!

    Liebe Grüße
    Ascari vom Leseratz Blog

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