Freitag, 6. Oktober 2017

[Rezension] Nalia - Tochter der Elemente 01: Der Jadedolch

Titel: Nalia - Tochter der Elemente: Der Jadedolch
Autorin: 
Heather Demetrios
Reihe: 
Band 1 von 3
Verlag: 
dtv
ISBN: 
9783423717472

Hier geht's zur Leseprobe!
Nalia ist eine mächtige Dschinn. Allerdings wurde sie vor Jahren an den skrupellosen Geschäftsmann Malek verkauft, der sie nur benutzt, um seine Macht auszubauen.  So fristet Nalia ein (doch recht luxuriöses) Leben in LA. Nach Jahren in Gefangenschaft sucht sie der Rebellenführer Raif auf, der Nalia von ihren Ketten lösen will. Wird Nalia es schaffen und in ihre Welt zurückkehren können?


Die Leseprobe von "Nalia" klang so toll, dass ich mich für ein Vorableseexemplar beworben habe. Leider hat mich dieses Buch nicht nur enttäuscht, sondern stellenweise sogar richtig wütend gemacht ...

Das lag vor allem an den Männern im Buch: Nalia ist als Dschinn die Sklavin des Geschäftsmannes Malek. Schon zu Beginn quält er sie, in dem er sie in ihre Flasche steckt, was Höllenqualen für sie bedeutet. Das kann man nicht mit einem normalen Gefängnis vergleichen, da sie nicht nur geisige, sondern auch körperliche Schmerzen davonträgt. Später erfährt man auch, dass er sie mal so lange in der Flasche gelassen hat, dass sie fast an einer Eisenvergiftung gestorben wäre. Statt ihn mit vollen Herzen zu hassen, denkt Nalia sogar stellenweise, dass er liebevolle Seiten hat. Wie soll man so etwas gutheißen? Das ist eine "abusive relationship" (mir fällt gerade keine bessere Bezeichnung als Missbrauchsbeziehung ein), die von der Autorin romantisiert wird.
Raif, ist ebenfalls ein Dschinn (die haben genauere Gattungsbezeichnungen, aber ich habe die alle schon wieder vergessen, obwohl ich das Buch gestern gelesen habe ...) und ein Rebellenführer - und er nennt unsere Protagonistin Salfit. Oh, das ist sicher ein süßer Spitzname, denkt ihr jetzt sicher. Falsch! Der Name bedeutet - kein Scherz! - Ziegenficker. So nennt Raif unsere - weibliche!- Protagonistin also. Es ist ein gängiger Hassname für Nalias Kaste, aber warum sagt man das zu einer Frau? Und wenn ich mich nicht täusche, sind in Nalias Kasten fast alle Frauen. Also: Warum nennt man die so? Und das ist nicht der einzige Logikfehler in dem Buch. Ich verstehe bis jetzt nicht, warum Nalia manchmal ihre Flasche berühren konnte ohne hineingezogen zu werden und manchmal eben nicht.
Doch zurück zu Raif: Innerhalb kürzester Zeit wird dann von Liebe geredet und die Liebesbezeugungen fliegen nur zwischen Nalia und Raif hin und her. Aber dann kommt wieder Malek ins Spiel und ...

Bei diesen ganzen Beziehungsdrama, rückte die eigentlich Story in den Hintergrund. Als es interessant wurde, hatten Nalia und "ihre Männer" bei mir alles verspielt. Es war auch schwer der Story zu folgen, da mit Bezeichnungen für alle möglichen Dschinn-Kasten und andere Fremdwörter um sich geworfen wurde. 

Das Cover finde ich sehr schön. Das ist leider das einzig gute an dem Buch.

Da in Nalia romantisierte Missbrauchs-Beziehungen vorkommen, die ich nicht gutheißen kann, kann ich leider keine Empfehlung für das Buch aussprechen.

Leider bleibt mir aus den genannten Gründen nur übrig dem Buch 1 von 5 Herzen zu vergeben.




Vielen Dank an vorablesen und dtv-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Kommentare:

  1. Gibt es nicht eine Rezisperre bis zum 14.10.?

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    1. Muss ich fast schauen. ich hatte ein Vorablesen Exemplar und da musst ich die Rezi bis heute hochladen ...

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    2. Ja, als Vorablesen-Exemplar, darf ich die Sperrfrist ignorieren ;)

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