Samstag, 29. Dezember 2012

[Rezension] Linna singt

Titel: Linna singt
Autorin: Bettina Belitz
Verlag: Script5
ISBN: 3839001390
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Nach 5 Jahren trifft sich die alte Rockband "Linna singt" für ein allerletztes Konzert wieder. Linna, die namengebende Sängerin, ist alles andere als erfreut ihre alten Freunde Maggie, Simon, Jules und Falk wieder zu sehen. Seit ihrer Trennung hat Linna keinen einzigen Ton mehr gesungen.
Falk, der Gitarrist der Band, ist der einzige Grund warum Linna Maggies Drängen nachgegeben hat. Mit Falk verbindet Linna eine romantische Nacht.
Doch die Bandprobe entwickelt sich zu einem gnadenlosen Psychospiel. In einer Alm in den Alpen eingesperrt, werden die fünf Freunde von der Vergangenheit und ihren schrecklichsten Geheimnissen eingeholt.


"Linna singt" weilte schon seit ein paar Monaten auf meinen Wunschzettel, ehe es durch die Lovelybooks-Leserunde einen Weg zu mir nachhause fand.
Ich hatte vor "Linna Singt" schon die Splitterherz-Reihe der Autorin gelesen und wer mich kennt, weiß, dass ich mich oft über den Charakter des Hauptcharakters Elli beklagt habe.
Linna ist so ähnlich: Sie ist aufbrausend, stur. aggressiv, aber gleichzeitig tief verletzt und sensibel. Aus irgendeinen Grund kam ich mit ihr aber viel besser klar, als mit Elli.
Für einen Thriller hat sie auf jeden Fall den perfekten Charakter! :) Sie lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Obwohl sie einige harte Schicksalsschläge erleiden musste, hat sie noch einen starken Charakter.
Die anderen Charaktere haben allesamt interessante Charakterzüge - und Geheimnisse. Aus Spoilergründen schweige ich über die Geheimnisse.
Maggie war mir von den Nebencharakteren am unsympathischsten, da sie sowas von krankhaft eifersüchtig war, wenn Linna Jules nur kurz einen Blick zugeworfen hat.
Jules und Simon - Maggies Bruder - wirkten am Anfang wie richtige Spießer, aber die fünf Jahre haben sie verändert.
Nur Falk weckte Sympathie in mir. Er war weder verbittert, noch hatte er seine Träume geopfert.
Eine genauere Beschreibung lasse ich jetzt, da man das Buch einfach lesen muss, um die Charaktere zu verstehen. Jeder trägt eine schwere Last mit sich, die sie verändert hat - auch Linna, die seit fünf Jahren nicht mehr gesungen hat.
Im Buch überwiegt die Spannung. Es gibt romantische Momente, aber das Hauptaugenmerk liegt auf dem mitreißendem Psycho-Spiel. Wenn man einmal im Buch drinnen ist, will man einfach wissen, warum sich die Charaktere so verändert haben und wer das alles eingefädelt hat.


Das Cover passt perfekt zur Story. Es zeigt eine Scheekugel mit Schneewittchen und den sieben Zwergen. Linna wird in der Story ein paar mal Schneewittchen von Falk genannt. Sie hat lange schwarze Haare und eine weiße Haut - Linna ist eine wirkliche Schönheit. Die Kugel weist wohl auch darauf hin, dass Linna mit den anderen eingesperrt ist.
Wenn man den Schutzumschlag abnimmt, dann kommen wunderschöne rote Schnörkel zum Vorschein.
Jedes Kapitel hat den Namen eines Songs.


Wer an einer leichten Lektüre für ein oder zwei Stunden interessiert ist, sollte nicht zu diesem Buch greifen. "Linna singt" beschäftigt den Leser über eine längere Zeit, es lasst einen mitfiebern und mitfühlen. Es ist ein Thriller für junge Erwachsene, also ziemlich geeignet für Fans von Arena Thrillern oder den Büchern von Sara Shepard.



Ich habe mich wirklich gut mit dem Buch unterhalten gefühlt. Auf den wahren Täter und die Beweggründe wäre ich nie im Leben gekommen. Alles ergab sich Schritt für Schritt und zog mich in seinem Bann.
Trotzdem ... Ein paar Mal fand ich die Handlungen der anderen Charaktere ein bisschen überspitzt. Zum Beispiel Maggie und ihre Eifersucht war ziemlich übertrieben. Ein bisschen weniger hätte der Story nicht geschadet. Auch Linna war an ein paar Stellen nicht zum aushalten. Das Thema Musik war leider nicht so allgegenwärtig wie ich es mir gewünscht habe.
Ich ziehe ein Herz ab und vergebe vier Herzen! :)




Donnerstag, 13. Dezember 2012

[Rezension] Everlight - Das Buch der Unsterblichen

Titel: Everlight - Das Buch der Unsterblichen
Originaltitel: The Alchemy Of Forever
Autorin: Avery Williams
Verlag: Knaur
ISBN: 3426653265
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Als die 14-jährige Seraphina im Jahre 1349 zum ersten Mal einen Maskenball besucht ist sie hin und weg - ebenfalls von dem gutaussehenden Fremden, der sie zum Tanzen auffordert und der sich als Cyrus, Sohn des Apothekers herausstellt. Das Medizin nicht das Einzige ist, von dem er Ahnung hat, stellt sich heraus, als Sera von Dieben überfallen und erstochen wird. In letzer Sekunde kann er ihr einen Trank einflössen und ihre Seele wird unsterblich.
Über 650 Jahre später ist die Unsterbliche todunglücklich: Cyrus ist herrisch und kontrolliert alles was sie tut. Außerdem will sie keine Leute mehr töten, denn sie braucht alle 10 Jahre einen neuen Körper für ihre Seele.
Deshalb beschließt Sera ein für alle Mal zu sterben. Doch dann landet sie eher unabsichtlich in dem Körper der jungen Kailey.


Ich hasse es, gleich anfangs jammern zu müssen, aber bei Everlight bleibt mir nichts anderes übrig.
Wo fange ich nur an?
Zu allererst bei dem Klappentext: "Um mit ihrer großen Liebe Cyrus..." - halt was? Große Liebe? Sera kennt Cyrus nur vom Sehen, da er ja der Sohn des Apothekers ist, von Liebe ist da keine Spur, höchstens ein bisschen Anziehung.
"... zusammen zu sein, nahm Sera vor über 600 Jahren einen Trank zu sich" - eigentlich hat Cyrus sie mehr oder weniger gezwungen.
Ich finde, dass das schon gewaltige Fehler sind.
Mit Seraphina konnte ich mich auch nicht wirklich identifizieren ... Einerseits verstehe ich, dass sie das "Körperstehlen" innerlich zerfrisst, da es nichts anderes als Mord ist, aber sie war einfach keiner dieser Charaktere die man lieb gewinnt. Vielleicht lag es auch daran, dass der Roman viel zu kurz ist. Die 230 Seiten hätte man locker auf 400 aufweiten können, vielleicht wäre dann ihre Beziehung zu dem Jungen Noah klarer geworden. Denn ich hatte keine Ahnung, warum sie sich so schnell in ihn verliebt hat.
Auch Cyrus Kontrollsucht habe ich nicht wirklich verstanden - woher kam die Angst Sera zu verlieren? Außerdem fehlte mir bei den beiden Rückblicke, bei denen man die Liebe zwischen ihnen spüren konnte. Vielleicht kommen solche Rückblenden noch in den Nachfolgebänden.
Obwohl Alchemie und Unsterblichkeit sicher interessante Themen sind, wird viel zu wenig auf sie eingegangen.
Ich spürte beim Lesen weder Freude, noch Traurigkeit oder Herzklopfen. Alles war schon einmal da, wurde neu zusammengewürfelt und am Ende kam Everlight dabei heraus. 



Das Cover ist wohl das beste an dem Buch - abgesehen von den wunderschönen Skizzen von Pflanzen und dem Unsterblichkeitsserum in Inneren des Buches.

Jemand der nicht - wie ich - auf der Suche nach dem einen, etwas anderen Fantasy-Roman ist, hat vielleicht sogar ein paar Stunden Freude mit dem Buch.


 
Leider kann ich dieses Mal nicht mehr als 2 Sterne vergeben: Flache und blasse Charaktere, kaum Plot und viel zu viel ungenütztes Potential haben mich zu dieser Wertung getrieben ;/





Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!



Mittwoch, 28. November 2012

[Rezension] Lying Game - Und raus bist du


Titel: Lying Game - Und raus bist du
Originaltitel: The Lying Game
Autorin: Sara Shephard
Verlag: cbt
ISBN: 3570308006
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Zufällig erfährt die 17-jährige Emma über ein bizarres Video, dass sie eine eineiige Zwillingsschwester namens Sutton hat. Kurzerhand packt das Pflegekind ihre Sachen um sich mit Sutton zu treffen und vielleicht endlich eine Familie zu finden.
Was Emma nicht ahnt ist, dass Sutton tot ist - dass sie sogar ermordet wurde!
Niemand merkt, dass Emma nicht ihre Schwester ist. Weder Suttons Freunde, ihre Familie oder ihr Freund bemerken eine Veränderung. Nur der Außenseiter Ethan scheint zu bemerken, dass mit der vermeintlichen Sutton etwas nicht stimmt.
Dann erhält Emma die Nachricht, dass Sutton tot ist und dass sie ihre Rolle übernehmen soll, da sie sonst auch umgebracht wird.
Widerwillig schlüpft Emma in die Rolle ihrer Schwester, die mehr als ein Geheimnis mit sich rumträgt - ebenso wie ihre Freundinnen und ihre Schwester Laurel. Und was ist das mysteriöse L-Spiel?
Nachdem ich mir die erste Staffel von "Pretty Little Liars", deren Buchreihe von derselben Autorin geschrieben wurde, angesehen habe, musste ich mir unbedingt ein Buch von Sara Shephard besorgen. Da die Serie ziemlich von der Buchreihe abweichen soll, beschloss ich mir eben "Lying Game" zu kaufen.
Eigentlich bin ich kein Fan von Thrillern, aber wie schon bei PLL schaffte die Autorin einen gekonnten Mix aus Freundschaft, Liebe, Familie, Intrigen und Mord.
Man verdächtigt ständig eine andere Person. Mal ist es die Schwester, die den Verlust ihres Freundes betrauert, der irgendwie wie vom Erdboden verschluckt wurde. Dann die eifersüchtige Freundin, deren Freund Sutton ausgespannt hat. Und dann gibt es noch das Lügenspiel. Dessen Streiche eindeutig über normale Streiche hinausgehen: Da werden keine Häuser mit Toilettenpapier eingewickelt oder Briefkästen präpariert, da geht ein mancher Streich schon auf die physische und umso mehr auf die psychische Ebene.
Was mich am Anfang des Buches verwundert hat, aber nach ein paar Seiten total gefallen hat, war, dass die Story von Sutton erzählt wird. Ja, von der toten Sutton Mercer! Diese ist zwar tot, aber ihr Geist ist an Emma "gekettet". Sie sieht was Emma sieht. Sie weiß was Emma weiß. Sie fühlt was Emma fühlt. Nur ab und zu erinnert sich Sutton bruchstückhaft an ihr altes Leben.
Noch nie fiel es mir so schwer über die Charaktere eines Buches etwas zu schreiben. Jeder trägt ein Geheimnis mit sich herum und ist nicht der, der er vorgibt zu sein.
Emma ist neben Sutton die Hauptperson. Ihre Mutter hat sie als Kind einfach ausgesetzt und ist nie wieder aufgetaucht. Sie wurde von einer schrecklichen Pflegefamilie in die nächste weitergegeben und sieht ein Treffen mit Sutton als ihre Chance. Doch dann nimmt das Spiel seinen Lauf und sie muss ihre Schwester spielen.
Ich will gar nicht zu viel verraten, nur dass das Buch für mich ein absolutes Must-Read ist!
Auf dem Cover, das übrigens auch das amerikanische Originalcover ist, sieht man das Zwillingspaar Sutton und Emma. Das Cover ist trotz seiner Schlichtheit ein richtiger Blickfang. Der Untertitel "Und aus bist du" passt perfekt zu dem mörderischen Spiel! ;)

"Pretty Little Liars"-Fans werde ich sowieso nicht mehr überzeugen müssen. Die, die "Lying Game" schon als Serie kennen, muss ich warnen: Was ich so in Wikipedia über die Serie gelesen habe, hat nicht viel mit dem Buch zu tun. Ethan ist im Buch KEIN Bad-Boy, Suttons Freund ist/war Garreth und Sutton ist definitiv tot. Allen anderen empfehle ich einmal in die Leseprobe reinzuschnuppern. "Lying Game" ist zwar ein Thriller, aber statt Blut gibt es spannende Momente und viel Glamour. Ich bezeichne das Buch wie PLL auch gern als "Gossip Girl, nur mit Mord" ;)
Ich bin wirklich beeindruckt von dem Auftakt der Lügenspiele!
In "Lying Game" darf man keine große Romantik oder sehr lebendige Charaktere erwarten - die Story ist umso überzeugender. Ich vergebe 5 von 5 Herzen und tendiere sogar dazu die Reihe zu meinen Lieblingsbüchern zu zählen ;)


Weitere Bände (deutsche Ausgaben)

Lying Game 02 - Weg bist du noch lange nicht erscheint am 10. 12. 2012
Lying Game 03 - Mein Herz ist rein erscheint im Mai 2013

Samstag, 24. November 2012

[Rezension] Plötzlich Fee - Das Geheimnis von Nimmernie

Titel: Plötzlich Fee - Das Geheimnis von Nimmernie
Originaltitel:
Winters Passage, Summers Crossing, Iron Prophecy
Autorin:
Julie Kagawa
Verlag:
Heyne
ISBN-10:
3453268490
ISBN-13:
978-3453268494



Inhalt: - Die Reise zun Winterhof: Was geschah auf der Reise zu Mabs Hpf, nachdem der eiserne König getötet und Ethan gerettet wurde?
- Sommernachtstraum: Nachdem Meghan zur eisernen Königin wurde, machten sich Puck und Ash auf einen Weg zu finden, damit die Winterfee im eisernen Land überleben kann.
- Das Eiserne Land: Das Orakel prophezeit Meghan, dass ihr Sohn Kieran die Höfe zerstören udn ihren Bruder Ethan töten wird. Kann sie das verhindern?
- Führer durch die Welt der eisernen Feen
- Das einzig wahre Überlebenshandbuch für das Nimmernie
- Biografen und nützliche Informationen
- Interview mit Julie Kagawa


Eigene Meinung:
So, das war es jetzt mit der "Plötzlich Fee"-Reihe - bis ich Ethans Geschichte lese ;D Trotzdem bin ich etwas traurig. Julie Kagawas Reihe ist eine der besten in der Romantasy-Szene. Als Fan brauchte ich deshalb den letzten Band, der nicht richtig zur Story gehört. Er enthält drei Kurzgeschichten und interessante Fakten zur Reihe.
Die erste Geschichte ist aus Meghans Sicht und spielt zwischenBand 1 und Band 2. Mir gefiel es auf die eiskalte, aber ein bisschen weichgeklopfte Winterfee Ash zu treffen. Ach früher, wisst ihr noch? Musste ich mir des Öfteren denken.
Die zweite der drei Geschichten ist aus Pucks Sicht und erzählt was zwischen Band 3 udn Band 4 passierte. Pucks Sicht ist etwas Neues, er denkt ganz anders als Meghan, aber man merkt der sonst so lustigen Sommerfee an, dass er seinen besten Freund Ash vermisst.
Die letzte Geschichte spielt nach dem vierten Band und Ethans Story. Ich will nicht zu viel spoilern, weil das sicher in seiner Geschichte noch aufgefasst wird.
Ich fand alle drei Geschichten super, habe es aber bereut, sie nicht nach der Reihe zu lesen ... Irgendwann werde ich mir alle fünf Bücher vom Regal holen und Band für Band und Kurzgeschichte in einem Rutsch durchlesen.
Die anderen Sachen im Buch sind zwar auch interessant, aber falls ich mich nicht täusche, waren diese schon im vierten Band enthalte - bis auf die Biografien, die sehr nützlich sind. Fast jedes Feenwesen, aber auch Menschen und Landesteile sind darin beschrieben.

Cover und Gestaltung:
Am Cover habe ich nur die ähnliche Aufmachung wie Band 2 zu nörgeln. Ein Lilaton oder ähnliches hätte besser ausgesehen.

Empfehlung:
Für absolute Fans der Reihe ein Muss!

Bewertung: Die Kurzgeschichten waren absolut fantastisch. Irgendwann werde ich die ganze Reihe noch einmal lesen und die Kurzgeschichten an ihrer richtigen Stelle als Überleitung. Aber da im Buch nochmal das gleiche wie im letzten abgedruckt wurden (Interview und Survival-Tipps) muss ich einen Stern abziehen.

Vielen herzlichen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

[Rezension] Graveminder

Titel: Graveminder
Originaltitel:
Graveminder
Autorin: Melissa Marr
Verlag:
Piper
ISBN-10:
3492268900
ISBN-13:
978-3492268905
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Inhalt: Rebekkah kommt nach Jahren wieder nach Claysville zurück, weil ihre Adoptivgroßmutter Maylene gestorben ist. Was sie nicht weiß, ist, dass Maylene von einem untoten Mädchen umgebracht wurde, weil sie der Graveminder war. Nun ist Rebekkah Graveminder und ihr Jugendfreund Byron der Undertaker. Beide müssen verhindern, dass Tote wieder aufstehen und Menschen umbringen.

Eigene Meinung: Eigentlich klang die Inhaltsbeschreibung von "Graveminder" nach einem Buch, dass ich unbedingt lesen musste, aber die Ernüchterung erfolgte schnell: Unsympathische Charaktere, schleppende Story und der Klappentext verrät schon viel zu viel.
Ich habe noch nie ein Buch der Autorin gelesen, aber nach Graveminder werde ich wohl auch keins mehr von ihr lesen wollen. Ich habe mich durch die zweihundert Seiten wirklich gequält.
Rebekkah ist wahnsinnig unsympathisch. Sie hat in ihrem Leben schon viel verloren, aber wie sie vor Byron immer davon läuft und ihn abblockte regte mich des Öfteren wirklich auf. Beide fühlen sich seit Jahren zueinander hingezogen, aber wegen Ellas - Rebekkahs Schwester - Tod wollen sie keine Beziehung zueinander.
Byron war mir von allen Charakteren am sympathischsten, weil er wirklich rührend um den Eisblock Beks kämpft. Er übernimmt von seinem Vater William - den Partner und auch Lebenspartner von Maylene - das Bestattungunternehmen und den "Job" als Undertaker.
Ach, was ich vergessen habe: Beide sind ungefähr Mitte Zwanzig. Ich habe das anfangs auch nicht kapiert und brauchte einige Kapitel um das zu verstehen.
Zu den anderen Charakteren baut man auch nicht wirklich eine Beziehung auf. Weder zu Daisha, dem toten Mädchen, noch zu Mr. D, von dem ich gleich wusste, dass er der Tod ist. Sagt der Name ja schon, oder?
Auch die Beziehungen der Charaktere untereinander ist verworren: Maylene und William waren Graveminder und Undertaker, aber beide hatten andere Partner mit denen sie Kinder hatten. Es wird zwar erklärt warum, aber ich fand die Erklärung dazu nicht befriedigend.
Einzig die Story um die Toten und das Totenreich, sowie die "Jobs" von Bek und Byron konnten mich fesseln.
Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, aber vielleicht gibt es noch einen zweiten Teil. Ich werde ihn auf keinen Fall lesen.

Cover und Gestaltung: Das Cover ist zwar simpel, aber schön. Es ist ein Grabstein mit ein paar Blumen an den Rändern und der Titel wurde in einer Schrift gehalten, der mich irgendwie an ein Friedhofstor erinnert.

Empfehlung: Wer sich von wirren Geschichten nicht abschrecken lässt und auch nicht unbedingt viel Romantik braucht, könnte mit Graveminder sogar schöne Lesestunden verbringen ...

Bewertung:
... Leider kann ich nur 2, 5 Sterne für dieses Buch vergeben. Die wirre Geschichte und unglaublich unsympathische Charaktere haben mir den Spaß beim Lesen verdorben.








Vielen Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar!

Freitag, 23. November 2012

[Rezension] Die unsterbliche Braut

Titel: Die unsterbliche Braut
Originaltitel:
Goddess Interrupted
Autorin:
Aimeé Carter
Verlag:
Mira

ISBN-10: 3862784797
ISBN-13:
978-3862784790
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Inhalt: Nach 6 Monaten in Griechenland mit ihrem besten Freund James und weit weg von ihrem Ehemann Henry, kehrt Kathe nach Eden Manor zurück. Dort erlebt sie mit wie ihr Geliebter vom Kronos, den Erschaffer der Götter, angegriffen, verwundet und entführt wird.
Kurzerhand macht sich Kate auf den Weg zu Henrys erster Frau Persephone in die Wunterwelt, den sie ist die Einzige, die weiß, wo Kronos gefangen gehalten wird.

Eigene Meinung: Ich weiß nicht so recht, was ich bei diesem Buch schreiben soll.
Einerseits hat mir nicht gefallen, wie sich die Götter verhalten - zum Beispiel Ava, die sich immer noch mehr wie ein Teenie aufführt, als die Göttin der Liebe.
Die anderen Götter blieben immer noch blass, außer ein paar Bettgeschichten erfuhr man nicht viel über die 12 Götter - deren wirkliche Namen ich mir nur bei 5 merken kann.
Die Liebesgeschichte zwischen Henry und Kate war dieses mal ziemlich ... dramatisch. Er benimmt sich immer noch ziemlich abweisend und als Persephone da war, benahm er sich wirklich unfair gegenüber Kate. Im ersten band gefiel mir der Gott der Unterwelt deutlich besser. In diesem Band ist er mir mehr als unsympathisch. Zwar gibt es am Ende ein bisschen romantisch, aber ich bin mir nicht so sicher, ob bei den Gefühlen nicht wer anders die Finger im Spiel hatte ...
An Kate fand ich hingegen gut, wie sehr sie um die Liebe zu Henry kämpft, egal wie aussichtslos die Lage ist. Dennoch konnte ich mich nicht gut mit ihr identifizieren irgendetwas stört mich noch an ihrem Charakter.
Das Beste an diesem Band war die starke Storyline, die Reise in die Unterwelt und die Suche nach Persephone, die als einzige weiß, wo der Titan sich aufhält. Die gute Story wurde aber durch die unsympathischen Wesenszüge der Charaktere getrübt.

Cover und Gestaltung: Das Cover passt perfekt zum ersten Band. Die beiden Bände sehen wirklich traumhaft nebeneinander aus.

Empfehlung: Wer den ersten Band gut fand, soll Band 2 natürlich nicht missen, obwohl er nicht gerade perfekt ist. Band 3 der Trilogie könnte aber das Tief" wieder herausreißen.

Bewertung: Ich kann für diesen Band wirklich nur 3 Herzen vergeben. Ich konnte mich nicht entscheiden, wer nerviger war: Kate, Ava, Persephone oder doch Calliope? Ich werde aber auf jeden Fall noch den dritten und letzten Band lesen, da der Cliffhanger wirklich sehr gemein ist. 7




Vielen herzlichen Dank an den Mira Verlag für das Rezensionsexemplar!

[Rezension] Bloodlines - Die goldene Lilie

Titel: Bloodlines - Die goldene Lilie
Originaltitel:
The golden Lily
Autorin: Richelle Mead
Verlag:
LYX
ISBN-10: 3802588363
ISBN-13:
978-3802588365
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Inhalt:
Die Alchimistin Sydney Sage lebt nun schon einige Monate mit der Moroi-Prinzessin Jill, den Dhampiren Angeline und Eddie, sowie dem gutaussehenden Moroi Adrian in Palm Springs.
Um ein Gegenmittel gegen die Verwandlung in einen Strigoi zu finden, sind auch die Ex-Strigoi Dimitri und Sonya zu den anderen gereist.
Doch dann finden die sechs heraus, dass es noch eine andere Bedrohung als Strigoi gibt: Vampir-Jäger!

Eigene Meinung:
"Die goldene Lilie" ist nun schon der zweite Band der "Bloodlines"-Reihe, in dem die Alchimistin Sydney die zentrale Rolle spielt. Wie bereits im ersten Teil kämpft sie immer noch mit sich: Ihr Leben lang wurde ihr eingetrichtert, dass Strigoi, aber auch Dhampire und Moroi böse sind. Ihre Weltanschauung gerät aber nicht nur wegen ihrem Zusammenleben mit diesen aus den Fugung, sondern auch, weil sie im letzten Band gelernt hat, Magie zu wirken. Sydney empfindet dies als unnatürlich und abstoßend, was verständlich ist. Wer jetzt denkt, dass sie immer noch so engstirnig wie im ersten Band ist, den muss ich enttäuschen. Natürlich hat sie sich nicht um 180 Grad gedreht, aber in manchen Situation verhält sie sich nicht mehr so angewidert und lässt sich auf neue Sachen ein. Da denke ich besonders an ein Date mit Brayden, dessen Name ein echt witziger Running-Gag wurde :)
Leider würde ich Sydney aber immer noch an den Schultern packen und kräftig durchschütteln. Besonders Adrian zeigt seine Zuneigung immer öfters, aber Sydney sieht und will es anscheinend auch nicht sehen, wie verknallt Adrian in sie ist.
Adrian ist nun mein liebster Charakter der ganzen "Vampire Academy"-Welt geworden. Er ist süß, aber kommt immer noch nicht ganz mit seinen Geist-Fähigkeiten zurecht. Dennoch versucht er Sydneys Herz zu gewinnen. Hoffentlich passiert im nicht das gleiche wie im letzten Band der "Vampire Academy"-Reihe :/
Auf die Nebencharaktere will ich nicht näher eingehen. Ein paar Charas bleiben ziemlich blass, wie Sydneys Freundinnen.
Die Story kommt mir dieses mal echt zäh vor, auch wenn die Vampir-Jäger eine interessante neue Gruppe darstellen. Obwohl ich die Hauptcharakter der Reihe lieber habe, bin ich nicht mehr so gefesselt wie bei der ursprünglichen Reihe.



Cover und Gestaltung: Auf dem deutschen Cover sieht man Jill und Sydney, wobei letztere irgendwie anders aussieht, als wie beim ersten Band. Außerdem hat Sydney auch keine blauen Augen.
Das englische Cover gefällt mir da mit der Charakter, aber auch der Farbwahl viel besser.





Empfehlung: "Bloodlines" sollte nur als Ergänzung zu "Vampire Academy" gelesen werden. Neuensteiger tuen sich aufgrund der Charaktere und dem restlichen Hintergrundwissen schwer, obwohl es ab und zu recht gute Erklärungen gibt.

Bewertung: Schweren Herzens muss ich dieses Mal einen Punkt abziehen, da mich die Story nicht gefesselt hat. Das Rumgeplänkel mit Brayden hat mich ziemlich gestört, auch wenn es eigentlich eine gute Idee war.


Vielen Dank an den LYX-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

[Rezension] 80 Days - Die Farbe der Lust

So, heute gibt es wieder eine Rezension von Lisa und dem neuesten "Skandalbuch" - dem angeblichen Nachfolger von "Shades of Grey" ...


Titel: 80 Days – Die Farbe der Lust
Originaltitel: Eighty Days Yellow
Autor: Vina Jackson
Verlag: carl’s books
ISBN:  3570585220




Inhalt: Die junge Violistin Summer ist unbefriedigt von ihrer eher langweiligen Beziehung. Darum lässt sie sich auf den mysteriösen Dominik ein, der sie auffordert nackt vor Leuten zu spielen. Summer verfällt den geheimnisvollen Mann immer mehr ...


Eigene Meinung: Ich habe zuerst alle 3 Teile von Shades of Grey gelesen und habe mich durch die Werbung „Wenn Sie Shades of Grey mochten, werden Sie 80 Days lieben. LOOK MAGAZINE“ dazu verleiten lassen, dieses Buch zu lesen. Zu aller erst möchte ich sagen, die beiden Bücher haben rein gar nichts miteinander zu tun! Shades of Grey ist ein literarisch schlecht geschriebener Kitschroman mit „Blümchensex“, wie sie sagen, 80 Days ist genau umgekehrt: ein flüssig zu lesener, gut geschriebener Porno mit einer kleinen Liebesgeschichte im Hintergrund. Besuche in Fetisch-Clubs und – Parties. Eine nicht immer angenehme Einführung in die Fetisch-Szene. Was ich interessant fand zu lesen war, dass man eigentlich wenig von den Protagonisten und deren Vorgeschichte weiß, und seiner Fantasie freien Lauf lassen kann. Auch gut finde ich, dass nicht nur aus einer Sichtweise erzählt wird, sondern wechselt.

Cover und Gestaltung: Cover erinnert vom Bild her leicht an Shades of Grey Band 1. Der Umschlag ist jedoch nicht aus diesem unangenehmen „Papier“, sondern aus einem Hochglanzmaterial. Alles in allem nicht überragend, jedoch auch nicht ganz unpassend.

Empfehlung: Empfehlen würde ich es allen, die nicht einen weiteren Shades of Grey Teil lesen wollen, sondern eine eher „härtere“ Liebesgeschichte. Wenn man nicht allzu viel Wert auf gehobene Ausdrucksweise legt, da oft die Wörter „Möse“, „Fotze“, etc. vorkommen und man mehr über die Fetisch-Szene erfahren will, ist das Buch wirklich lesenswert.

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen, Abzug wegen dem unpassenden Cover



 Vielen Dank an carl's books für das Rezensionsexemplar!

 Die Rechte für das Cover liegen beim Verlag.

Samstag, 17. November 2012

[Rezension] Anna im blutroten Kleid


Titel: Anna im blutroten Kleid
Originaltitel:
Anna dressed in blood
Autorin:
Kendare Blake
Verlag:
Heyne
ISBN-10:
3453314190
ISBN-13:
978-3453314191
Neugierig? Hier geht's zur Leseprobe!



Inhalt: Der 17-jährige Theseus Cassius, gennant Cas, ist ein Geisterjäger. Mit seiner Wicca Mutter zieht er von einem Spukort zum nächsten und erledigt die Geister der Verstorbenen.
Sein neuestes Ziel ist Anna im blutroten Kleid, ein 16-jähriges Mädchen das vor ungefähr 60 Jahren auf den Weg zu einem Schulball ermordet wurde. Sie soll schon etliche Menschen angegriffen und getötet haben.
Die Aufgabe Anna ein für alle Mal auszuschalten macht den Teenager aber bald Probleme. Irgendetwas ist anders an ihr ... Nur was?

Eigene Meinung: "Anna im blutroten Kleid" war für mich eines der Bücher deren Cover einem ins Auge springt, dazu verlockt den Klappentext zu lesen und dann SOFORT haben zu wollen!
Bei der Geschichte um einen Geisterjäger musste ich an die geniale Fernsehserie "Supernatural" denken, die seit Jahren zu meinen Lieblingsshows gehört.
Bevor ich euch jetzt länger auf die Folter spanne: Ja, "Anna im blutroten Kleid" kann den geisterjagenden Brüdern Konkurrenz machen ;)
Zuerst einmal zu der genialen Story: Nach dem Tod seines Vaters sieht es Cas als seine Aufgabe mit einer Athame Geister zu töten. Schon im ersten Kapitel erledigt er einen Geist und das fesselte mich gleich an das Buch. Es gibt immer wieder interessante Erklärungen und man erfährt wie sich die Geister in Kendare Blakes Buch verhalten. Immer wieder gibt es ein paar Rückblicke auf das harte Leben als Geisterjäger und Geisterjäger-Familie. Besonders sympathisch fand ich seine Mutter, die nicht nur eine Wicca ist, sondern auch okkulte Sachen im Internet verkauft und wahrsagt.
Generell faszinierten mich die Charaktere im Buch: Die normalerweise strohdumme Highschool-Queen entpuppte sich als nettes und intelligentes Mädchen. Endlich! Diese modebesessenen und nur auf jungsfixierten wandelnden Klischees gehen mir schon seit Jahren auf den Keks. 
Neben diesem Charakter, Carmel, gibt es auch noch ein Medium namens Thomas, ein etwas unsicherer Junge, der aber Cas bei seinem Auftrag helfen will. Ein paar Charaktere blieben recht blass, aber ich bin mir sicher, dass sich das im Nachfolgeband/bänder ändert.
Und nun zur berüchtigten Anna! Eigentlich hatte ich erwartet, dass sie nicht an all den Morden in ihrem "Spukhaus" schuldig ist - bis sie jemanden vor Cas' Augen zerfetzt hat. Ich war gleichermaßen erstaunt wie schockiert, aber auch erfreut. Anna ist anfangs kein braver Geist, sie hilft Cas nicht, allein ihn zu verschonen kostete ihr viel Selbstbeherrschung. Erst nach ein wenig Zauberei verändert sich etwas an ihr - aber das müsst ihr selbst lesen ;) Die Geschichte um ihren Tod und warum sie so mächtig ist war wirklich gut durchdacht.
Cas war mir ein klein wenig unsympathisch, aber das lag wahrscheinlich daran, dass er nicht so recht weiß, wie er mit anderen Menschen umgehen soll. Er und seine Mutter waren schon immer auf Achse und er hatte nie Freunde.

Cover und Gestaltung: Das Cover ist echt ein Hingucker! Anna steht in ihrem weißen Kleid da, das am Saum blutrot ist und an ihren Füßen hinabläuft. Wie im Buch beschrieben schweben ihre Haare wie Algen im Meer um ihren Kopf und wenn man genau hinsieht erkennt man schwarze Adern auf ihrer Porzellanhaut.
Im Hintergrund sieht man das viktorianische Anwesen das Anna heimsucht.
Ich bin dieses Mal absolut begeistert vom Titel und dem Cover!

Empfehlung: Ihr liebt Supernatural? Dann würde ich euch raten dieses Buch schnell auf euren Wunschzettel zu setzen. Leute, die lieber Romantik und unblutigere Szenen in Büchern lesen, würde ich eher davon abraten. Romantik gibt es wenig, dafür gibt es Blut. Sehr viel Blut, das einmal eine nette Abwechslung zu den Teenager-Schnulzen ist!

Bewertung: Was soll ich den anderes vergeben als 5 von 5 Herzen? Oh, wann kommt den übrigens Teil 2? Der Cliffhanger ist sehr gemein ...

Ein herzliches Danke geht an Heyne fliegt für das tolle Rezensionsexemplar!


 
2. Teil: Girl of Nightmares
 
Die Coverbilder gehören den jeweiligen Verlagen.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

[Rezension] Grave Mercy - Novizin des Todes

Titel: Grave Mercy - Die Novizin des Todes
Originaltitel:
Grave Mercy - His fair assasin
Autorin:
Robin LaFevers
ISBN-10:
3570401561
ISBN-13:
978-3570401569

Inhalt: Die 17-jährige Ismae ist eine Tochter des Todes. Vor drei Jahren hat sie Zuflucht im Kloster des hl. Mortain gefunden und wurde dort für ihre Mission ausgebildet: Sie muss die Menschen töten, die ihr Vater, Mortain, mit einem Mal kennzeichnet.
Nach zwei mehr oder weniger erfolgreichen Missionen trifft sie auf den gutaussehenden Edelmann Gavriel Duval, der ihr bei der nächsten Mission helfen soll.
Duvals Halbschwester ist nämlich Anne, die Herzogin der Bretagne und er will einen guten Ehemann für sie finden.
Natürlich gibt es jede Menge Intrigen und Morde. Wer ist Verräter, wer ist loyal? Und verliebt sich Ismae tatsächlich in Duval - treibt er ein falsches Spiel mit ihr?

Eigene Meinung: Mit beinahe 550 Seiten ist dieses Jugendbuch eigentlich ein ganz schöner Wälzer, dennoch habe ich die Geschichte innerhalb eineinhalb Tage gelesen. Einerseits war die Geschichte sehr spannend: Am Anfang wird Isame mit 14 Jahren verkauft und gegen ihren Willen verheiratet - wie es früher leider so üblich war. Doch als ihr Ehemann herausfindet, dass er von ihrem Vater hereingelegt wurde und seine Ehefrau eine Tochter des Todes ist, überkommt ihn die Wut: Er schlägt Ismae. Später wird sie von einem Priester abgeholt und zu dem Kloster gebracht, wo es andere Mädchen gibt, die so sind wie sie. Der hl. Mortain hat seine Töchter mit besonderen Kräften ausgestattet: Sie sind schwerer zu töten und können mit Seelen kommunizieren. Im Kloster wird ihr beigebracht, wie sie ihre Kräfte einsetzt und sie lernt Sybilla und Annith kennen mit denen sich sich anfreundet. Nach drei Jahren wird sie auf ihre erste Mission geschickt - und da passiert etwas, dass mir sehr gefallen hat: Sie tötet den Mann. Es gibt kein "Ich kann das nicht" oder ähnliches.
Als sie Duval kennenlernt weiß der Leser auch sofort, dass es eine Liebesgeschichte zwischen ihr und dem Edelmann geben wird. Es gibt auch einige witzige Szenen, da Ismae, um sich am Hof einzuschleichen, als seine Mätresse getarnt wird: Zum Beispiel schleicht er sich in ihr Zimmer und bleibt dort 2 Stunden neben ihrem Bett sitzend. Nicht, dass die anderen denken Duval hätte keine "Standfestigkeit" ;D Die andere Szene fand ich auch auf eine Art witzig: Wegen eines bösen Alptraumes verletzt Ismae Duval so, dass er blutet. Das ist nicht weiter schlimm, aber als die Blutflecken am nächsten Tag entdeckt werden, wird Ismae damit ermutigt, dass nur das erste Mal schmerzt. Hach ja xD
Leider gibt es in diesem Buch auch viel Politik. Ich liebe Geschichte - Ein Grund warum ich dieses Buch gelesen habe, weil es ja im 15. Jahrhundert spielt - aber mit politischen Sachen kann ich rein gar nichts anfangen und das hat teilweise echt meine Lust am Lesen gebremst.

Cover und Gestaltung:
Das deutsche Cover zeigt wie das englische Ismae in einer Robe, rot wie Blut und bewaffnet mit einer Armbrust. Im Hintergrund sieht man eine Burg.
Am Cover habe ich nichts auszusetzen ;)

Empfehlung: Irgendwie ist das Buch schon ein Assasins Creed für Mädchen ;) Jeder der schon einmal eine Assasine in Action erleben wollte, ist mit diesem Buch gut bedient.

Bewertung: Aufgrund zu vielen politischen Geredes das manchmal die Spannung und die Romantik zur Nebensache gemacht hat, vergebe ich 4 von 5 Sternen!





Vielen Dank an den cbt-Verlag und an Lovelybooks für die Teilnahme an der Leserunde!

[Rezension] Die Macht der Seelen 02 - Saving Phoenix

Titel: Die Macht der Seelen - Saving Phoenix
Originatitel: Stealing Phoenix
Autorin: Joss Stirling
ISBN-10:
3423760621
ISBN-13:
978-3423760621
Hier geht's zur Leseprobe!


Inhalt: Die 17-jährige Phoenix ist eine sehr gute Diebin, da sie die Macht hat Menschen über einen kurzen Zeitraum zu paralysieren. Denn Phee ist kein normaler Mensch, sie ist ein Savant und hat deshalb mentale Kräfte.
Bei einem ihrer Raubzüge bestiehlt sie den Jungen Yves. Kurz darauf trifft sie den gutaussehenden Amerikaner wieder und beide stellen fest, dass sie Seelenspiegel - Seelenverwandte - sind.
Doch das junge Glück wird schon bald auf eine harte Probe gestellt: Die Community, der Phee angehört, will sie aufgrund ihres Talentes nicht herausrücken und da sie der Seelenspiegel von Yves ist, der sehr viel über das Savant-Netzwerk weiß, macht sie noch viel kostbarer ...

Eigene Meinung: Im ersten Band "Finding Sky", der von Yves kleinen Bruder Zed und seinem Seelenspiegel Sky handelte, habe ich ja ein bisschen herumgenörgelt. Tja, an "Saving Phoenix" habe ich kaum etwas auszusetzen!
Einmal zur Grundidee der Geschichte: Phoenix ist eine Waise und wächst bei Savants auf, die ihre Fähigkeiten missbrauchen um Leute zu manipulieren und zu bestehlen. Da ihr einfach keine andere Wahl bleibt, ordnet sie sich dem Seher, der angeblich ihr Vater sein soll, unter und bringt Menschen um ihr Geld. Ihre verstorbene Mutter hat ihr die Sache mit den Seelenspiegel erzählt, aber aufgrund ihres schweren Lebens glaubt sie nicht an diese Art von Seelenverwandschaft - bis sie auf Yves trifft.
Naja, ihre erste Begegnung endet damit, dass Yves sie versehentlich mit seiner Fähigkeit (Wir erinnern uns: Er kann Sachen in Flammen aufgehen lassen) verletzt. Doch schon bei ihrem zweiten nicht ganz zufälligen Treffen steht zumindest für den intelligenten Jungen fest, dass er Phee nie wieder gehen lassen will.
Wie schon im ersten Band ist die Geschichte eine Mischung aus Liebesgeschichte und Verbrecher-Jagd. Das Savant-Netzwerk, das im ersten Band schon angesprochen wurde, kommt hier wieder ins Gespräch, denn der Seher will die Bindung zwischen Yves und Phoenix benutzen um dieses Netzwerk zu zerschlagen.
Und nun zu den Charakteren, von denen ich wirklich wirklich wirklich begeistert war: Yves ist mir im ersten Band schon besonders aufgefallen. Ich liebe ja eigentlich Bad-Boys, aber der nette, intelligente Yves mit seiner unberechenbaren Gabe gefiel mir sehr gut. Im Gegensatz zu Zed macht er keine 180 Grad Wendung durch, da er schon immer der "nettere" Bruder war. Er ist sofort für seinen Seelenspiegel da und will ihr helfen, egal wie verzwickt die Situation ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Romanen ist er der optimistische Part und will seinem Seelenspiegel aufmuntern.
Phoenix sieht nämlich nicht rosig für sich und Yves. Die einzige Familie, die sie kennt ist die Community in der sich jeder am nächsten ist. Als sie dann Yves große Familie kennenlernt ist sie natürlich sofort überfordert. Sie flieht auch öfters vor Yves, aber dieser bemüht sich rührend um sie.
Die Benedicts inklusive Sky tauchen natürlich auf ab und verpassen der Geschichte ziemlich viel Humor. Am besten gefällt mir ja Zed der immer an Yves rumnörgelt, da er kochen kann und Tennis spielt und ja so "metrosexuell" ist. Echt witzig ;D
Das Buch ist romantisch, aber ich würde es nicht wirklich als "Kitsch" abstempeln. Die beiden sind Seelenverwandte und werden für immer zusammen sein, da ist ein gewisses Maß an Kitsch normal und stört mich nicht.
Wie man sieht lobe ich den zweiten Band der Reihe nur in den höchsten Tönen - aber das hat dieses Buch einfach verdient ;)





 Cover und Gestaltung: Was ich nicht so richtig verstehen kann, ist, warum der Titel "Stealing Phoenix" in "Saving Phoenix" geändert wurde ... Klar, beide passen, aber der Originaltitel hat noch einen Tick mehr mit der Geschichte zu tun.
Dafür ist das deutsche Cover von der Farbwahl viel besser gelungen. Diese rosa Töne passen zu dem romantischen und leicht kitschigen Touch der Geschichte.









 Empfehlung: Obwohl man auch ohne Vorkenntnisse den zweiten Band lesen kann, empfehle ich es zuerst den ersten band über Zed und Sky zu lesen, um mehr über die Savants, das Netzwerk und die Benedicts zu erfahren. Wie schon bei Band 1 empfehle ich YA-Liebhabern mit Vorliebe zu Fantasy-Elementen das Buch.

Bewertung: Wie könnte es denn anders sein? 5 von 5 Herzen für einen gelungenen zweiten Teil, der sofort eines meiner Lieblingsbüchern geworden ist.



Ich bedanke mich beim dtv-Verlag für die Bereitstellung dieses wunderbaren Buches!