Sonntag, 19. Juli 2026

[Rezension] Great and Terrible Land 01 - West of Wicked

Titel: West of Wicked
Autorin: Nikki St. Crow
Reihe: 1 von ?
Verlag: Knaur




Dorothy weiß nicht, woher sie kommt. Sie ist ein Findelkind und lebt mit ihrer (Adoptiv-) Tante und Onkel in Kansas. Es ist ein langweiliges Leben, bis auf einmal ein Tornado die Farm ihrer Familie heimsucht und sie in eine wunderbare Welt namens Oz befördert ... Eine wunderbare Welt - mit düsteren Figuren ... 

Wenn man ein Retelling schreibt, ist es unablässig die Essenz des referierten Werkes einzufangen: Und daran scheitert "West of Wicked" kläglich ... 
Zugegeben: Bis jetzt hat mich kein Oz-Retelling richtig überzeugt: "Wicked" ist als Musical besser und "Dorothy Must Die" war in die Länge gezogen, aber sie haben zumindest das "Whimsy" - die Besonderheiten der Hexen, der Munchkins, die sprechenden Tiere, die bunte Magie von Oz - eingefangen. "West of the Wicked" will hingegen edgy und düster sein, sexy und brutal - und genau das war es auch, was "Wicked" als Buchreihe für mich unlesbar machte. Es gibt Hunderte oder sogar Tausende von Volks- und Kunstmärchen die eine bessere Vorlage abgeliefert hätten, aber man wollte wohl den "Wicked"-Hype mitnehmen. Die Charaktere sind alle langweilig und austauschbar. Im Prinzip liest man einen langen Prolog mit etwas Action und ein paar heißen Szenen, die mich aber schwer enttäuscht haben. Für mich endet die Reihe hier leider schon wieder.