Sonntag, 15. März 2026

[Rezension] Witch of the Wolves




Witch of the Wolves ist ein spannender Urban-Fantasy-Roman (mit historischer Note), der Magie, Geheimnisse und eine Prise Romantik miteinander verbindet. Die Geschichte folgt einer jungen Hexe, deren Leben sich schlagartig verändert, als sie in die Welt der Werwölfe und übernatürlichen Machtkämpfe hineingezogen wird. Was zunächst wie eine klassische Fantasy-Prämisse wirkt, entwickelt sich schnell zu einer Geschichte über Identität, Loyalität und den Mut, seinen eigenen Platz zu finden.
Besonders gelungen ist die Atmosphäre des Romans. Kaylee Archer schafft es, eine Welt aufzubauen, die gleichzeitig geheimnisvoll und lebendig wirkt. Die Verbindung zwischen Hexenmagie und der Kultur der Werwölfe sorgt für interessante Konflikte und spannende Dynamiken innerhalb der Handlung. Dabei bleibt die Geschichte durchgehend temporeich und hält immer wieder überraschende Wendungen bereit.
Auch die Figuren tragen viel zum Reiz des Buches bei. Die Protagonistin ist keine perfekte Heldin, sondern eine Figur mit Zweifeln und Schwächen, was sie sehr menschlich und nachvollziehbar macht. Gerade ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte – vom eher unsicheren Charakter hin zu jemandem, der seine Fähigkeiten akzeptiert und Verantwortung übernimmt – gehört zu den stärksten Aspekten des Romans.
Stilistisch ist das Buch leicht zugänglich und flüssig geschrieben, was das Lesen angenehm macht. Gleichzeitig gelingt es der Autorin, emotionale Momente mit actionreichen Szenen zu verbinden, ohne dass die Handlung an Spannung verliert.
Insgesamt ist Witch of the Wolves ein unterhaltsamer Fantasyroman für Leserinnen und Leser, die Geschichten über Hexen, Werwölfe und übernatürliche Intrigen mögen. Wer Urban Fantasy mit starken Charakteren, einer romantischen Note und viel Spannung sucht, wird hier definitiv fündig.
Wie hat es euch gefallen?
- Eure Katharina

Freitag, 16. Januar 2026

[Rezension] Vesselless

Titel: Vesselless
Autorin: Cortney L Winn
Reihe: 1 von ?
Verlag: Aufbau




Nizzara wurde von ihrem Vater zu einer Kriegerin ausgebildet, die Vesseln nutzen kann, das heißt, dass sie sich die Macht von Geistern zu nutzen weiß. Einer davon ist Dagen, der ehemalige König des Reiches, welches Nizzaras Vater sich angeeignet hat - und ihn getötet hat. Doch durch einen Deal mit dem Gott des Todes kann Dagen zurück ins Reich der Lebenden: Er muss dem Gott nur eine reine Seele bringen, eine Seele, die im Besitz von Nizzara ist ... 

"Vesselless" war eins der Bücher auf die ich mich dieses Jahr am meistem gefreut habe. Leider ist es auch eins der Bücher, die mich sehr enttäuscht hat. 

Nach einem interessanten Einstieg und einem Zeitsprung viel mehr schon auf, dass Nizzara ein sehr flacher Charakter ist. Sie besitz nämlich kaum Charakter, außer, dass sie ihrem grausamen Vater hörig ist. Ihre Erzählstimme als junges Mädchen war die gleiche wie als junge Frau. Sie sagt von sich selber, dass in ihr eine Dunkelheit herrscht, aber davon sieht man nichts. Sie muss kämpfen, ja, aber ich hätte mit einer moralisch grauen Heldin gerechnet! 

Die Geschichte wurde leider sehr schnell auch repetitiv. 

Das Worldbulilding war auch sehr seltsam. Die Vesseln waren eine coole Idee, aber sie als herumfliegende Kugel zu beschrieben, die auch mal aufeinander losgehen? Nizzaras Geist interessiert sich für Schminke und Männer. Versteht mich nicht falsch, so etwas kann auch gut sein, aber sie ist ein pinker Geist, der die Protagonistin mal eben hübscher zaubern kann. Ich verstehe deshalb nicht, warum man sie an Nizzara gebunden hat. 

Aber es existieren Automobile (Glo-Kars), die zwar auf eine vergangenes Königreich/Kultur zurückzuführen sind, aber ich frage mich: Warum? Warum brauchte man das? Etwa nur, damit Dagen Nizzara mit einer Spritztou beeindrucken konnte? So las es sich nämlich ... 

Kurz und knapp: Das Buch war einfach nicht stimmig. Hätte man sich mehr auf den Gothic Romantasy Aspekt konzentriert und diesem Vibe treu geblieben und wäre das Buch knapp 100 Seiten kürzer, hätte es mich mehr für sich gewinnen können. Ich werde vielleicht noch Band 2 lesen, aber alles in einem war das leider nichts ...