Sonntag, 16. August 2026

[Rezension] In Stormy Weather

Titel: In Stormy Weather
Autorin: Chelsea Curto
Reihe: Einzelband
Verlag: KiWi




Wenn Dr. Quincy Monroe etwas in ihrem Leben als Meteorologin nicht gebrauchen kann, dann ist es Sebastian Dunn - der Bruder ihrer besten Freundin, der seit ihrer Uni-Zeit einfach unverschämt zu ihr ist. Doch es zieht eine Gewitterfront auf und gegen diese kann sich Quincy dieses Mal nicht schützen. Es wird wohl Zeit in das Auge des Sturms zu blicken ... 

Meine Erwartungen an „In Stormy Weather“ waren hoch - vielleicht ein wenig zu hoch. Aber warum waren meine Erwartungen so hoch? Ich lese gerne Bücher im MINT-Setting und mit Meteorologie war das eine Fach-Richtung, die ich so noch nie gelesen habe. Die Umsetzung war - so weit ich es beurteilen konnte - auch wirklich gut: Es ist immer noch ein sehr stark Männer dominiertes Feld und man muss sich als Frau behaupten können, weil man sonst nicht ernst genommen wird. Ich fand Quincy als FMC deshalb richtig gut! Sie ist willensstark und weiß, was sie will - im Beruflichen zumindest.


Das ist leider einer der ersten Minuspunkte: Neben der großen Freundesgruppe blieben die Charaktere ziemlich blass. Weil es so viele Nebencharaktere (und potentielle Paare für Folgebände gab) und natürlich der STEM-Anteil genau behandelt wurde, blieb für Quincy und Sebastian neben ein paar Neckereien und Smut-Szenen nicht viel Platz. Ich weiß, beide sind total in ihrem Fachbereich vernarrt, aber was noch? 

 Apropos Neckereien: Ich fand leider sehr vieles kindisch. Zum Beispiel das erste Kennenlernen von Quincy und Sebastian an der Uni, wo er sie fragt, ob er gerne „Sieben Minuten im Himmel“ mit ihm erleben möchte. Das war für mich einfach ein bisschen seltsam von einem College-Studenten zu hören. Ein direkter Spruch hätte ich passend gefunden. Außerdem … Ich liebe MMC, die richtig vernarrt in ihre Partner sind, aber bei Sebastian war es etwas zu viel des Guten. Stichwort: Tattoo. Die beiden kennen sich schon ewig, aber erst jetzt kommt es zu den Gefühlen? 

 „In Stormy Weather“ scheint vielen sehr gut zu gefallen, aber bei mir blieben die starkn Sommergefühle aus. Es ist eine Romcom mit einem besonderen Setting dank dem Metereologie-Thema, aber die Charaktere waren leider absolut nicht meins …

Sonntag, 19. Juli 2026

[Rezension] Great and Terrible Land 01 - West of Wicked

Titel: West of Wicked
Autorin: Nikki St. Crow
Reihe: 1 von ?
Verlag: Knaur




Dorothy weiß nicht, woher sie kommt. Sie ist ein Findelkind und lebt mit ihrer (Adoptiv-) Tante und Onkel in Kansas. Es ist ein langweiliges Leben, bis auf einmal ein Tornado die Farm ihrer Familie heimsucht und sie in eine wunderbare Welt namens Oz befördert ... Eine wunderbare Welt - mit düsteren Figuren ... 

Wenn man ein Retelling schreibt, ist es unablässig die Essenz des referierten Werkes einzufangen: Und daran scheitert "West of Wicked" kläglich ... 
Zugegeben: Bis jetzt hat mich kein Oz-Retelling richtig überzeugt: "Wicked" ist als Musical besser und "Dorothy Must Die" war in die Länge gezogen, aber sie haben zumindest das "Whimsy" - die Besonderheiten der Hexen, der Munchkins, die sprechenden Tiere, die bunte Magie von Oz - eingefangen. "West of the Wicked" will hingegen edgy und düster sein, sexy und brutal - und genau das war es auch, was "Wicked" als Buchreihe für mich unlesbar machte. Es gibt Hunderte oder sogar Tausende von Volks- und Kunstmärchen die eine bessere Vorlage abgeliefert hätten, aber man wollte wohl den "Wicked"-Hype mitnehmen. Die Charaktere sind alle langweilig und austauschbar. Im Prinzip liest man einen langen Prolog mit etwas Action und ein paar heißen Szenen, die mich aber schwer enttäuscht haben. Für mich endet die Reihe hier leider schon wieder.

[Rezension] A Business Proposal 01

Titel: A Business Proposal
Autorin: Haehwa
Reihe: 1 von ?
Verlag: Knaur




Um ihrer Freundin zu helfen, besucht Shin Hari statt ihr ein Date. Was sollte denn schon schief gehen? Blöderweise landet sie dadurch mit ihrem eigenen Chef Kang Taemu auf einer Verabredung ... Und es wird noch schlimmer: Er will unbedingt mit Hari eine Scheinehe vortäuschen, damit seine Eltern ihn doch endlich in Ruhe lassen - und er ahnt nicht, dass Hari nicht die ist, die sie vorgibt zu sein ... 

"Als RomCom-Fan habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Ich wusste nicht viel über die Handlung, nur, dass der Manhwa und die Serie sehr gehyped sind - und ich glaube, dass der Hype auch gerechtfertigt ist, nur das Buch fängt den Vibe absolut nicht ein. Ein großes Problem ist, dass man seeehr viele Dialoge liest und die Beschreibungen dazwischen sehr knapp und fast schon kindlich geschrieben sind. Der Schreibstil ist sehr einfach und neutral, sehr knapp. Ich kann mir vorstellen, dass man die Dialoge vom Manhwa genommen hat und dann die Beschreibungen eingefügt hat, aber leider ist das nicht wirklich gelungen. Aufgrund des schwachen Schreibstils blieben auch die zwei Protagonisten flach. Was mir auch sauer aufgestoßen ist, war der Witz am Anfang, wo die Protagonistin sagt: Nein. ich kann dich nicht daten! Ich stehe auf Frauen. 
Das ist als Ablenkung gedacht, aber seien wir ehrlich: Solche Witze waren nie lustig und sind heutzutage vollkommen aus der Zeit gefallen …

Sonntag, 7. Juni 2026

[Rezension] Weavingshaw



Um ihren kranken Bruder zu helfen, geht Leena einen Pakt mit dem sprichwörtlichen Teufel ein: St. Silas. Ein mürrischer, aber gutaussehender Mann, der Geheimnisse in Gold aufwiegt. Sie vertraut ihm ihr dunkelstes Geheimnis an - und findet sich dadurch nur noch enger an den ruchlosen Mann gekettet …

Schon auf den ersten Seiten hat mich das Buch gecatched und die Geschichte um St. Silas, der mit den Geheimnissen der Leute handelt und die junge Leena, die einfach nur will, dass ihr einziges verbliebenes Familienmitglied weiterlebt. Selten habe ich so eine gute moderne Gothic Fantasy gelesen! Dunkel und betörend, hoffnungslos - und ja, auch ein bisschen romantisch. Ich habe mit Leena mitgefiebert und fand St. Silas mehr als nur faszinierend. Band 2 kann nicht schnell genug kommen!

Meine einzige Kritik wären etwaige Wiederholungen im Text gewesen. Das Buch ist schon lange genug und manche Sachen wurden übermäßig oft wiederholt.

Sonntag, 15. März 2026

[Rezension] Witch of the Wolves




Witch of the Wolves ist ein spannender Urban-Fantasy-Roman (mit historischer Note), der Magie, Geheimnisse und eine Prise Romantik miteinander verbindet. Die Geschichte folgt einer jungen Hexe, deren Leben sich schlagartig verändert, als sie in die Welt der Werwölfe und übernatürlichen Machtkämpfe hineingezogen wird. Was zunächst wie eine klassische Fantasy-Prämisse wirkt, entwickelt sich schnell zu einer Geschichte über Identität, Loyalität und den Mut, seinen eigenen Platz zu finden.
Besonders gelungen ist die Atmosphäre des Romans. Kaylee Archer schafft es, eine Welt aufzubauen, die gleichzeitig geheimnisvoll und lebendig wirkt. Die Verbindung zwischen Hexenmagie und der Kultur der Werwölfe sorgt für interessante Konflikte und spannende Dynamiken innerhalb der Handlung. Dabei bleibt die Geschichte durchgehend temporeich und hält immer wieder überraschende Wendungen bereit.
Auch die Figuren tragen viel zum Reiz des Buches bei. Die Protagonistin ist keine perfekte Heldin, sondern eine Figur mit Zweifeln und Schwächen, was sie sehr menschlich und nachvollziehbar macht. Gerade ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte – vom eher unsicheren Charakter hin zu jemandem, der seine Fähigkeiten akzeptiert und Verantwortung übernimmt – gehört zu den stärksten Aspekten des Romans.
Stilistisch ist das Buch leicht zugänglich und flüssig geschrieben, was das Lesen angenehm macht. Gleichzeitig gelingt es der Autorin, emotionale Momente mit actionreichen Szenen zu verbinden, ohne dass die Handlung an Spannung verliert.
Insgesamt ist Witch of the Wolves ein unterhaltsamer Fantasyroman für Leserinnen und Leser, die Geschichten über Hexen, Werwölfe und übernatürliche Intrigen mögen. Wer Urban Fantasy mit starken Charakteren, einer romantischen Note und viel Spannung sucht, wird hier definitiv fündig.
Wie hat es euch gefallen?
- Eure Katharina

Freitag, 16. Januar 2026

[Rezension] Vesselless

Titel: Vesselless
Autorin: Cortney L Winn
Reihe: 1 von ?
Verlag: Aufbau




Nizzara wurde von ihrem Vater zu einer Kriegerin ausgebildet, die Vesseln nutzen kann, das heißt, dass sie sich die Macht von Geistern zu nutzen weiß. Einer davon ist Dagen, der ehemalige König des Reiches, welches Nizzaras Vater sich angeeignet hat - und ihn getötet hat. Doch durch einen Deal mit dem Gott des Todes kann Dagen zurück ins Reich der Lebenden: Er muss dem Gott nur eine reine Seele bringen, eine Seele, die im Besitz von Nizzara ist ... 

"Vesselless" war eins der Bücher auf die ich mich dieses Jahr am meistem gefreut habe. Leider ist es auch eins der Bücher, die mich sehr enttäuscht hat. 

Nach einem interessanten Einstieg und einem Zeitsprung viel mehr schon auf, dass Nizzara ein sehr flacher Charakter ist. Sie besitz nämlich kaum Charakter, außer, dass sie ihrem grausamen Vater hörig ist. Ihre Erzählstimme als junges Mädchen war die gleiche wie als junge Frau. Sie sagt von sich selber, dass in ihr eine Dunkelheit herrscht, aber davon sieht man nichts. Sie muss kämpfen, ja, aber ich hätte mit einer moralisch grauen Heldin gerechnet! 

Die Geschichte wurde leider sehr schnell auch repetitiv. 

Das Worldbulilding war auch sehr seltsam. Die Vesseln waren eine coole Idee, aber sie als herumfliegende Kugel zu beschrieben, die auch mal aufeinander losgehen? Nizzaras Geist interessiert sich für Schminke und Männer. Versteht mich nicht falsch, so etwas kann auch gut sein, aber sie ist ein pinker Geist, der die Protagonistin mal eben hübscher zaubern kann. Ich verstehe deshalb nicht, warum man sie an Nizzara gebunden hat. 

Aber es existieren Automobile (Glo-Kars), die zwar auf eine vergangenes Königreich/Kultur zurückzuführen sind, aber ich frage mich: Warum? Warum brauchte man das? Etwa nur, damit Dagen Nizzara mit einer Spritztou beeindrucken konnte? So las es sich nämlich ... 

Kurz und knapp: Das Buch war einfach nicht stimmig. Hätte man sich mehr auf den Gothic Romantasy Aspekt konzentriert und diesem Vibe treu geblieben und wäre das Buch knapp 100 Seiten kürzer, hätte es mich mehr für sich gewinnen können. Ich werde vielleicht noch Band 2 lesen, aber alles in einem war das leider nichts ...