Wenn Dr. Quincy Monroe etwas in ihrem Leben als Meteorologin nicht gebrauchen kann, dann ist es Sebastian Dunn - der Bruder ihrer besten Freundin, der seit ihrer Uni-Zeit einfach unverschämt zu ihr ist. Doch es zieht eine Gewitterfront auf und gegen diese kann sich Quincy dieses Mal nicht schützen. Es wird wohl Zeit in das Auge des Sturms zu blicken ...
Meine Erwartungen an „In Stormy Weather“ waren hoch - vielleicht ein wenig zu hoch.
Aber warum waren meine Erwartungen so hoch? Ich lese gerne Bücher im MINT-Setting und mit Meteorologie war das eine Fach-Richtung, die ich so noch nie gelesen habe. Die Umsetzung war - so weit ich es beurteilen konnte - auch wirklich gut: Es ist immer noch ein sehr stark Männer dominiertes Feld und man muss sich als Frau behaupten können, weil man sonst nicht ernst genommen wird. Ich fand Quincy als FMC deshalb richtig gut! Sie ist willensstark und weiß, was sie will - im Beruflichen zumindest.
Das ist leider einer der ersten Minuspunkte: Neben der großen Freundesgruppe blieben die Charaktere ziemlich blass. Weil es so viele Nebencharaktere (und potentielle Paare für Folgebände gab) und natürlich der STEM-Anteil genau behandelt wurde, blieb für Quincy und Sebastian neben ein paar Neckereien und Smut-Szenen nicht viel Platz. Ich weiß, beide sind total in ihrem Fachbereich vernarrt, aber was noch?
Apropos Neckereien: Ich fand leider sehr vieles kindisch. Zum Beispiel das erste Kennenlernen von Quincy und Sebastian an der Uni, wo er sie fragt, ob er gerne „Sieben Minuten im Himmel“ mit ihm erleben möchte. Das war für mich einfach ein bisschen seltsam von einem College-Studenten zu hören. Ein direkter Spruch hätte ich passend gefunden. Außerdem … Ich liebe MMC, die richtig vernarrt in ihre Partner sind, aber bei Sebastian war es etwas zu viel des Guten. Stichwort: Tattoo. Die beiden kennen sich schon ewig, aber erst jetzt kommt es zu den Gefühlen?
„In Stormy Weather“ scheint vielen sehr gut zu gefallen, aber bei mir blieben die starkn Sommergefühle aus. Es ist eine Romcom mit einem besonderen Setting dank dem Metereologie-Thema, aber die Charaktere waren leider absolut nicht meins …




